Rückblicke

Peter Altmaier

Bundesumweltminister

»Die Energiewende als Innovationsprojekt«

23.Januar 2013

Die Energiewende stellt Peter Altmaier vor eine schwierige Aufgabe: Wie kann man Umweltschutz und Wirtschaftswachstum versöhnen? Wie ist sicherzustellen, dass Strom aus erneuerbaren Energien dort ankommt, wo er gebraucht wird? Derzeit beherrschen Diskrepanzen die Situation - beispielsweise zwischen gewonnener Windenergie im Norden und dem Strombedarf im Süden des Landes. 
Doch Altmaier gibt zu bedenken: „Alle heutigen Probleme hätten wir auch ohne Atom-Ausstieg.“ Als Grund dafür nennt er das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Denn die meisten Solaranlagen und Windräder gehören Privatpersonen, die den Preis und die Abnahme garantiert bekamen.
„Umweltfreundliche Energieversorgung wird teuer sein“, sagt er, denn „erneuerbare Energieanlagen sind dort, wo Wind weht oder die Sonne scheint, also nicht unbedingt neben Industrieanlagen. Das stellt hohe Anforderungen an die Stabilität des Stromnetzes.“ Seine Forderung trotzdem: Strompreise müssen überschaubar bleiben.
Gegen das „Monat-November-Problem“, das „Mittags-Problem“ und das „Nord-Süd-Problem“ geht er auf Lösungssuche. Speicherkapazitäten müssen gefunden werden und Firmen sollten eigene Energieanlagen haben. Schließlich fordert der Umweltminister seine Zuhörer auf, sich mit ihren Ideen in die Strategie zur Umsetzung der Energiewende einzubringen.

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Peter Altmaier

1958 in Ensdorf geboren
Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Saarland
1985 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Staats- und Völkerrecht, Universität Saarland, später am Europa-Institut
1990 bis 1994 Beamter der Europäischen Kommission
1994 Mitglied des Deutschen Bundestages, Mitglied des Rechtsausschusses und des Ausschusses für die Angelegenheiten der EU
2004/05 Justiziar für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
2005 bis 2009 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Inneren
2009 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
seit Mai 2012 Bundesumweltminister